Mehr bezahlbare Wohnungen für Zürich

Fakten

Stadtrat will Liegenschaften der Spekulation entziehen

Fakten

Der Stadtrat beantragt mit dem Novemberbrief 1 Million Franken für den Kauf von Liegenschaften auf dem überhitzten Liegenschaftenmarkt. Abschreibungsbeiträge sind 2010 zum ersten Mal an die gemeinnützige Stiftung PWG ausbezahlt worden. Die PWG konnte dank den drei Millionen Franken der Stadt sieben Liegenschaften mit 54 Wohnungen kaufen, ohne die Mieten massiv erhöhen zu müssen. In der Budgetdebatte dürfte der Antrag gestellt werden, die vom Stadtrat für 2012 beantragte Million auf 3 Millionen zu erhöhen. Je höher der Ja-Stimmen-Anteil am 27. November sein wird, desto wahrscheinlicher ist, dass der Gemeinderat dieser Erhöhung zustimmt.

   

Manegg – Genossenschaften bauen

Fakten

Auf dem Manegg-Areal entstehen auf privatem Bauland 250 bezahlbare Wohnungen. Die Gemeinnützige Bau- und Mietergenossenschaft GBMZ, die Baugenossenschaft Hofgarten, die Wogeno und die Stiftung für kinderreiche Familien führen gemeinsam mit dem Generalunternehmen Marazzi Losinger einen Architekturwettbewerb durch. Grundlage ist ein Gestaltungsplan. Bevor dieser vom Gemeinderat genehmigt worden ist, haben sich die Vertreter der Grundeigentümer und die Baugenossenschaften darauf geeinigt, eine 10'000 Quadratmeter grosse Parzelle (rund 30 Prozent des Wohnanteils) für den gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen.

Mehr Informationen auf der Medienseite

   

Baugenossenschaft verdichtet

Fakten

Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Höngg baut ihre Siedlung Bombach neu. In zwei Etappen entstehen an der Stelle der bisher 94 neu 161 Wohnungen. Für die Kalkulation der neuen Mieten kann die Genossenschaft Landkosten von 0 Franken einsetzen. Die abzubrechende Siedlung ist mit 7,14 Millionen in der Bilanz, auf dem Amortisationskonto liegen 3,13 und im Erneuerungsfonds 4 Millionen Franken. Die Siedlung ist damit zu 100 Prozent amortisiert. In einer Publikation vom Juni 2008 rechnete der Vorstand mit Neubaumietpreisen von 18 Franken pro Quadratmeter und Monat (1800 Franken für eine 100-Quadratmeter grosse Vierzimmerwohnung) bei einem Restlandwert von 80 Franken.

Mehr Informationen auf der Medienseite

   

Immer mehr Kündigungen

Fakten

Der Anteil Kündigungen durch Vermieterseite betrug bei Wohnungswechsel zwischen 2005 und 2010 elf Prozent, bei Wohnungswechsel im 2011 16 Prozent. ... Ältere Personen (ab 60 Jahren) waren einer Kündigung stärker ausgesetzt als jüngere Befragte. Bei 57 Prozent der Personen, die ihre letzte Wohnung aufgrund einer vermieterseitigen Kündigung verlassen mussten, erfolgte diese wegen Renovationsarbeiten (36%) oder Abbruch des Wohnobjekts (21%). Quelle: Bevölkerungsbefragung 2011. Stadtentwicklung Stadt Zürich

pdfMehr Informationen

   

Mietbelastung steigt massiv

Fakten

Die durchschnittliche Mietbelastung (Miete im Verhältnis zum Bruttohaushalt-Einkommen) liegt im Jahr 2011 bei 29 Prozent (2009 waren es noch 26%). Die Hälfte der Haushalte gibt an, eine Mietbelastung von unter 24 Prozent zu haben, die andere Hälfte darüber. Für 18 Prozent der Haushalte ergibt sich eine Mietbelastung von über 35 Prozent. Hohe Mietbelastungen mit über 30 Prozent haben fast alle Haushalte mit einem Einkommen unter Fr. 60'000, während in den Einkommenskategorien ab Fr. 90'000 die Mehrheit der Haushalte eine Mietbelastung unter 20 Prozent ausweisen. Quelle: Bevölkerungsbefragung 2011. Stadtentwicklung Stadt Zürich

pdfMehr Informationen

   

Der private Markt spielt verrückt

Fakten

Das Wohnungssuch-Portal „homegate" veröffentlicht regelmässig die Entwicklung der Angebotspreise. Gemäss diesen Zahlen sind die Angebotspreise im Wirtschaftsraum Zürich in den letzten fünf Jahren um 12,7 Prozent gestiegen. Die Teuerung betrug im gleichen Zeitraum nur 3,7 Prozent. Haupttreiber der Mietpreisentwicklung ist der völlig überhitzte Markt in der Stadt Zürich mit dem tiefen Leerwohnungsbestand. „Selbst die liberalsten FDP-Politiker müssten gemerkt haben, dass man die Lösung des (Wohnungs-)Problems nicht einfach dem Markt überlassen kann", sagte CVP-Parlamentarier Daniel Meier am 24. August im Zürcher Gemeinderat.

   

Wie viele Wohnungen sind gemeinnützig?

Fakten

Die Wohnbaugenossenschaften sind mit rund 37'000 Wohnungen der grösste Anbieter gemeinnütziger Wohnungen. Die Stadt Zürich und ihre Stiftungen vermieten rund 12'000 Wohnungen zu den Selbstkosten. Hinzu kommen mehr als 1000 Wohnungen von Stiftungen und Vereinen, die sich ebenfalls an die Kostenmiete halten. Die Gemeinnützigen verfügen damit heute über rund 50'000 Wohnungen. In der Stadt Zürich gibt es insgesamt 207'581 Wohnungen (2011). Davon sind gut 190'000 Mietwohnungen. Der Anteil der Gemeinnützigen beträgt rund 26 Prozent. Der wohnpolitische Grundsatzartikel will diesen Anteil deutlich erhöhen.

   

Kleinere Wohnflächen, energetisch vorbildlich

Fakten

Die Stadt, die meisten Wohnbaugenossenschaften und die anderen gemeinnützigen Wohnbauträger kennen Belegungsvorschriften (Verhältnis zwischen Personen- und Zimmerzahl). Sie kommen damit auf 33,1 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf. Im gesamtstädtischen Schnitt sind es dagegen 39,9 Quadratmeter. Die Gemeinnützigen leisten damit einen wichtigen Beitrag gegen die Zersiedelung. Dank Kostenmiete und Rückstellungen sind die Gemeinnützigen zudem in der Lage, zu vernünftigen Preisen energetisch vorbildliche Wohnungen anzubieten.

   

Was ist Kostenmiete?

Fakten

Genossenschaften, Stiftungen, Vereine und die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich vermieten ihre Wohnungen zu den Selbstkosten. Das heisst, für das Land dürfen nur die effektiven (ursprünglichen) Kosten eingesetzt werden. Hinzu kommen Zins-, Unterhalts- und Verwaltungskosten sowie Rückstellungen für periodische Erneuerungen. Dies führt zu Mieten, die in den meisten Fällen 20 bis 30 Prozent unter dem Marktniveau liegen. Wenn die Landkosten tief sind können selbst in Neubauten Familienwohnungen (4-Zimmer, 95 bis 100 Quadratmeter) für weniger als 2000 Franken pro Monat angeboten werden.

   

Diese Seite empfehlen

Ihre Unterstützung

Ihre Spende hilft uns weiter und wird zur Finanzierung der laufenden Kampagne verwendet. Vielen Dank für Ihre finanzielle Unterstützung auf das PC-Konto 85-627048-7